Rudolf und Auguste NiehageRudolf (*1879 / †1959) arbeitete bereits seit 1905 als Landwirt und Hausschlachter. 1921 machte er sich selbstständig und legte damit den Grundstein für ein florierendes Familienunternehmen. Es entstanden die ersten eigenen Wurstkreationen nach „Niehage“-Rezeptur.
Erich und Frieda Niehage
Erich (*1909 / †1987) entwickelt aus dem kleinen Handwerksbetrieb seines Vaters ab 1941 eine moderne Fleischwarenfabrik mit zeitweise bis zu 10 eigenen Geschäften in ganz Bielefeld und Umgebung. In dieser Zeit entstanden zahlreiche Hausrezepte für die bis heute beliebten Fleisch- und Wurstspezialitäten. Tatkräftige Unterstützung erhielt Erich durch seine Frau Frieda, die als gute Seele des Betriebes nicht nur für das leibliche Wohl der 45 Mitarbeiter sorgte, sondern, ausgestattet mit einem LKW-Führerschein, auch die Auslieferung der Waren unterstützte.
Fritz und Rosemarie Kohring Schwiegersohn Fritz Kohring tritt nach seiner Hochzeit mit Rosemarie Kohring, einer der drei Töchter von Erich und Frieda, in das Familienunternehmen ein. Beide sind Fleischermeister – seit 2012 sogar mit goldenem Meisterbrief –; Rosemarie zu ihrer Zeit sogar die erste Fleischermeisterin der Innung Bielefeld Ab 1967 beginnt Fritz, der inzwischen die Produktion leitet, damit, die alten Hausrezepte, die bisher nur mündlich überliefert wurden, aufzuschreiben und zu verfeinern. Damit konnten Qualität und Geschmack besser kontrolliert und garantiert werden. Von 1988 bis 2000 leiten Fritz und Rosemarie gemeinsam das Unternehmen. Um sich mit vollem Elan auf die Verfeinerung der Wurstproduktion konzentrieren zu können, entschloss sich die Familie, die eigene Schlachtung einzustellen und das Fleisch fortan nur noch von Spezialisten aus der direkten Umgebung zu beziehen. Der Erfolg gab Ihnen recht. Die in dieser Zeit verfeinerten, Jahrzehnte alten Hausrezepte sichern auch in der nunmehr vierten Generation den Fortbestand der Firma.
Thomas Kohring
Seit 2000 leitet Thomas Kohring in vierter Generation das Unternehmen. Als gelernter Fleischermeister und Diplom-Ingenieur für Lebensmitteltechnologie hat er sich - wie seine Eltern, Großeltern und Urgroßeltern zuvor - mit voller Leidenschaft der Wurstproduktion verschrieben. Gemeinsam mit seinen Eltern, die ihn auch im zarten Alter von 74 Jahren tatkräftig unterstützen, haben sie es geschafft, die besondere Qualität und den unvergleichliche „Niehage“-Geschmack bis heute zu bewahren. Durch die Konzentration auf handwerkliche Tradition und die Arbeit mit eigenen, innovativen Würzmischungen hat die Fleischerei E. Niehage wir nicht nur zahllose Auszeichnungen für ihre Produkte erhalten, sondern vor allem die Zufriedenheit ihrer Kunden gewinnen können.
| Von links nach rechts: Rudolf Niehage, Auguste Niehage, Pflichtjahrmädel, Erich Niehage, Fleischergeselle, Frieda Niehage, Fleischergeselle
Erich Niehage an der Wurstmaschine (1943)
Der Betrieb um 1960 1996: 75 Jahre Fleischerei Niehage
(Bild folgt)
| Rudolf und Auguste Niehage (ca. 1939)
Betrieb (ca. 1940) Erich und Frieda Niehage
1996: 75 Jahre Fleischerei Niehage
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